Über mich

Ich bin im aargauischen Untersiggenthal als Tochter einer hart arbeitenden alleinerziehenden Mutter aufgewachsen. Bereits als Kind habe ich viel gelesen, liebte Geschichten und Geschichte. In der Schule hatte ich das Glück, einige sehr gute Lehrer_innen gehabt zu haben. Die haben entscheidend dazu beigetragen, dass ich schliesslich in Zürich Geschichte und Literatur studieren durfte.

Mein Studium habe ich immer als Privileg verstanden. Ich habe es weitgehend selbst finanziert, zuerst mit Nebenjobs (zum Beispiel als «Rivella Grün»-Flasche am HB stehend), dann mit anderen Anstellungen, etwa als Sachbearbeiterin bei einer Krankenkasse oder als Kommunikationsbeauftrage bei einer gemeinnützigen Organisation. Ich schreibe gerne Texte – immer wieder auch in anderen Kontexten als in der Politik. Das jüngste Projekt: ein Essay über Gewerkschaftskongresse, Frauensolidarität und Rockmusik in diesem Band zu Irmtraud Morgner.

Simone de Beauvoir sagte einst: «Frauen, die nichts fordern, werden beim Wort genommen. Sie bekommen nichts.» Ich glaube, dieser Satz ist noch immer sehr wahr. Seit rund drei Jahren bin ich Co-Präsidentin der SP Frauen* Schweiz. Ich sehe es noch immer als unsere Aufgabe an, Forderungen zu stellen, innerhalb der SP für eine Stärkung der Frauen, aber auch ausserhalb, für eine weitreichende gesellschaftliche Veränderung.

Heute bin ich Gewerkschaftssekretärin beim VPOD und wahnsinnig dankbar dafür, dass ich meine politischen Vorstellungen auch in meiner täglichen Arbeit umsetzen kann. Ich muss mich nicht verbiegen, ich kann das auch sehr schlecht. Gewerkschaften sind wichtige Institutionen. Die Erwerbsarbeit nimmt in unserer Gesellschaft einen riesigen Stellenwert ein und die Arbeitswelt verändert sich rasant. Digitalisierung, Flexibilisierung, Professionalisierung. Alles gut tönende Wörter, das, wofür sie konkret stehen, baden am Schluss die Arbeitnehmer_innen aus. Ihre Erfahrung braucht es, wenn politische Rahmenbedingungen gesetzt werden. Gemeinsam für gute Arbeitsbedingungen einzustehen, wird in der Zukunft wichtiger, davon bin ich überzeugt. Damit die Veränderungen in die richtige Richtung gehen.

Bis zum 20. Oktober ist noch viel zu tun und ich freue mich über deine Unterstützung. Allein ist so ein Wahlkampf kaum zu stemmen und wer im Team arbeitet, kommt sowieso auf bessere Resultate. Bessere Resultate sollte auch die Politik liefern: dafür braucht es für die nächsten vier Jahre neue Mehrheiten und eine starke SP.

Bist du dabei?